Lena Jürgensen
![]() Lena Jürgensen | Sie sprudelt nur so vor Energie und fantasievollen Ideen - Lena Jürgensen ist Fotografin aus Leidenschaft! Die ideenreiche Kreative erzählt uns über verrückte Shootings, bei denen sie schon mal die eine oder andere wilde Pose vormacht oder mehrere Tage auf dem Dachboden einer staubigen Scheune verbringt. |
Erzähle uns bitte aus welchem Grund Du Dich für den Fotografenberuf entschieden hast.
Als Jugendliche war mir bereits klar: "Das ist es, das will ich
machen!". Wie und warum wusste ich damals nicht. Die Berufsberatung
spuckte damals Zollbeamtin aus, einen Grund hierfür gab es schließlich
auch nicht. Heute entscheide ich mich bewusst immer wieder neu für die
Fotografie. Ich liebe es, durch die fotografische Inszenierung meine
Ideen und Themen mit anderen Menschen zu teilen. Das ist meine
persönliche Art der Kommunikation.
Deine Bilder sind teilweise ziemlich crazy, woher nimmst du die Ideen?
Die Ideen für meine Bilder tauchen meist plötzlich in meinem Kopf auf.
Das kann während eines Gesprächs sein, mitten auf der Straße, oder
einfach beim Kaffee trinken. Es ist wie ein Bild, das aufploppt und
sagt: "Hey, kümmere Dich um mich!". Manchmal merke ich erst später,
dass es Themen sind, die mich gerade beschäftigen. Generell
interessiert mich das Seltsame sowie das Groteske und darin die
Schönheit und Stärke. Aus der Bildidee heraus entsteht dann in
Absprache mit Styling und HMU der Look für das Shooting. Während des
Shootings selbst kommen spontan wichtige Einflüsse durch das gesamte
Team hinzu.
Bei deinen kreativen
Arbeiten wirken die Modelle häufig wie Marionetten. Die Posen sind
außergewöhnlich und sehr interessant. Machst du den Modellen die Posen
vor?
Die Modelle werden von mir immer in das Thema des Shootings eingeweiht.
Mir ist es wichtig, dass sie versuchen, das Dargestellte auch zu
fühlen. Mein Wunsch ist, dass sie sich wirklich auf das Thema einlassen
um Teil der Bildidee zu werden. Schließlich spielen sie bei der
Umsetzung die Hauptrolle. Dabei kommt es gerne vor, dass ich selbst
durch das Set springe und vorturne um die Modelle zu unterstützen. Ich
hatte mal einen Jungen, der nur tschechisch gesprochen hat. Da blieb
mir gar nichts Anderes übrig, als mit Händen und Füßen im Set herum zu
zappeln. Letztendlich hat es so funktioniert.
Wie häufig nimmst du dir Zeit für kreative Arbeiten?
Immer wenn die Bildidee und auch der Rahmen dafür stehen, setze ich
meine freien Arbeiten in die Tat um. Dabei arbeite ich meist im festen
Team, da mir eine vertraute Arbeitsatmosphäre und das gleiche
Verständnis für die Bildidee wichtig sind. Zudem schätze ich die
qualitative Arbeit "meines" Teams sehr. Es ist auch entspannend, sich
am Set nicht andauernd erklären zu müssen, sondern gemeinsam die
Energie auf das Endergebnis, nämlich das Bild ausrichten zu können.
Dieser Arbeitsfluss während eines Shootings kann durchaus auch in ganz
neuen Teamkonstellationen entstehen, bzw. einfach vorhanden sein. Und
so bin ich auch gespannt auf immer neue Teams, die Lust auf die
gemeinsame Entwicklung eines Themas haben. Ich lasse mich sehr gerne
von Styling und HMU neu inspirieren.
Für wen würdest du gern mal arbeiten oder in welchem Magazin würdest du gern mal etwas veröffentlichen?
Dazed&Confused, Zoo Magazine, Purple Fashion Magazine, Indie. Ich
freue mich auf neue Katalogkunden. Ich kann nicht verstehen, dass viele
Fotografen diesen Markt nich zu schätzen wissen. Vielen sichert die
Katalogfotografie das Überleben.
Gibt es besondere Situationen die dir während eines Shootings passiert sind, von denen du uns erzählen kannst?
Eine extreme Erfahrung war das Shooting für den Stopmotion- Werbefilm
des Labels FKK im Herbst 2009:
http://www.youtube.com/watch?v=Q2Lw_sPdy-o
Dabei habe ich 4 Tage auf dem staubigen Dachboden einer alten Scheune
verbracht und von dort durch eine Bodenluke das Set ein Stockwerk unter
mir fotografiert. Nach dem 1000. Bild kam ich mir vor wie in Trance, da
ich mich über dem neunköpfigen Team befand und nur noch akribisch den
Setbau sowie die Posen korrigiert habe. "Molton oben links ziehen" und
"Fussel unten rechts weg!" waren dabei meine Standardsätze. Klasse war
die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und im Team. Trotz der unzähligen
und manchmal ermüdenden Arbeitsschritte haben wir alle gemeinsam an dem
Endergebnis, dem Film festgehalten.
Wie gefällt dir das Konzept von perfect ART BUYING?
Ich denke das Konzept von perfect ART BUYING hat auf dem Markt der
Agenturen für Produktion bisher gefehlt. Ich freue mich auf die baldige
Veröffentlichung eurer Datenbank. Für Kunden ist es sicher sehr
hilfreich, z.B. Modell und- Fotografenempfehlungen aus einer Hand zu
bekommen und gleich als Paket mit der Produktion buchen zu können. Ich
wünsche Euch viel Erfolg weiterhin!
Vielen Dank, Lena!
Christiane Andree
perfect ART BUYING
Am Sonntag fanden sich die Fotografin Lena Jürgensen, HMu-Artistin Anja Swidlowski, die wunderschöne Anne Peck I Modelwerk und meine Wenigkeit im Play Rent Studio in Hamburg ein. Thema des Shootings: A Vision of BLACK mit exklusiven Outfits und Accessoires vom CVG Showroom, Jungstil.de und musthave.de. Ein Making Of Video habe ich mit der neuen Flip MinoHD gedreht.
Die
junge und talentierte Fotografin, Lena Jürgensen, weiß wie sie ihre
Modelle vor der Kamera motivieren muss und macht auch schon mal die
eine odere andere Pose vor.
Fotos: Lena Jürgensen
Fotos: Lena Jürgensen, perfect ART BUYING, HMu: , Model: Siri Laude I Modelwerk
Bild 01-06: Fotos: Lena Jürgensen, Make Up: Franziska Hennig, Hair: Jan Dyballa, Styling+Kleidung: Heike Rieckmann, Label 59:1
Bild 07-12: Fotos: Lena Jürgensen, HMu: Anja Swidlowski, Styling: Patrick Rinkel
Bild 13-27: Fotos: Lena Jürgensen, HMu: Anja Swidlowski, Styling Julia Neubauer, Label: FKK
Bild 35-39: Fotos: Lena Jürgensen, HMu: Anja Swidlowski
Bild 40-46: Fotos: Lena Jürgensen, HMU: Anja Swidlowski, Styling: Ulrike Schlüter (nur bild 44,45,46)
Bild 47-55: Fotos: Lena Jürgensen, HMu: Anja Swidlowski, Styling: Verena Conrad
Bild 56-57: Fotos: Lena Jürgensen, Hair: Jan Dyballa
Bild 58-61: Fotos: Lena Jürgensen, HMu: Rebecca J. Zorn/Liganord, Styling: Anja Zander
LENA JÜRGENSEN I FOTOGRAFIN
1980 geboren in Hamburg
1999 Abitur
1999- 2000 Work & Travel (Ghana, Südafrika, Namibia)
2001- 2002 feste Assistenz im Stillifestudio
2002- 2003 Studium Fotodesign in Bielefeld
2003- 2008 freie Assistenz für verschiedene Hamburger Fotografen (im Studio und auf Reisen)
seit 2005 erste eigene Aufträge
seit 2009 freischaffende Fotografin in Hamburg,
Ausstellungen
2005 Gruppenausstellung Blue Box Peute
2007 Gruppenausstellung Übergang
2007 Gruppenausstellung Aplanat Fotopreis [me:r]
2008 Nominierung für den Gruner&Jahr Fotoaward im Bereich Mode, Gruppenausstellung im Gruner&Jahr Foyer
Internet: www.lenajuergensen.de
E-Mail: post@lenajuergensen.de
| < Zurück | Weiter > |
|---|


