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Stephan Brenn, Objekt-Künstler



Stephan Brenn, Objekt-Künstler

Stephan Brenn sammelt, beobachtet, erforscht, macht Kunst. Er ist ein Entdecker und Sichtbarmacher von Dingen, die eigentlich schon für immer verschwunden waren. Seine Fundstücke erzählen Geschichten über den Ort von dem sie stammen und über eine Gesellschaft, die Wegwerfgesellschaft genannt wird. Jetzt spricht er mit perfect ART BUYING über die Schönheit des Banalen, die Charakteristik der Zufallsformen und seine Licht-Projekte.


Wie findest du immer wieder neue Ideen für die Präsentationen?
Die Inspiration liegt quasi auf der Straße. Die Wahrnehmung und der Blick auf das vermeintlich Wertlose ist der Quell aus dem ich schöpfe.

Im Jahr 2001 hast du zusammen mit zwei Kollegen ein langfristiges Projekt realisiert: Ein Jahr lang ging jeweils einer von euch täglich in den Kölner Dom, um Fundstücke einzusammeln. Eine ungewöhnliche Idee. Hast du dich dabei manchmal geekelt?

Der tägliche Gang in den Kölner Dom für ein Jahr lang basiert auf einer Fundstückcollage aus dem Projekt Gratisprobe "99", die aus Fundstücken aus dem Kölner Dom entstand. Ich konnte die Kollegen Schneider und Kätelhön dafür begeistern und so entstand eine äußerst umfangreiche Sammlung von Hinterlassenschaften, gezeigt im Studio Dumont 2002, mit einer Veröffentlichung im Dumont Kunstbuchverlag. Ekel gibt es an einem solchen Ort nicht.

Wie sieht es in deiner Wohnung aus? Hast du ein Atelier in dem du deine Fundstücke sammelst?
Es gibt Lagerräume für die Fundstücke, und aktuelle Themen sind in meiner Wohnung durchaus präsent.

Besuchst du häufig Flohmärkte oder interessiert dich wirklich nur das durch einen Zufall gefundene Objekt?
Für diverse Sammlungsprojekte ist der Flohmarkt immer wieder einen Besuch wert. Die aktuellen Draht- und Projektionsarbeiten entstehen ausschließlich aus Fundobjekten in reiner Form.

Seit Jahren sammelst du Drahtstücke jeglicher Herkunft und Verformung. Wieso hast du dich für dieses Material entschieden?
Mich interessiert bei den Drähten der zeichnerische Aspekt. Ich kann mit Hilfe der Linienführungen des gefundenen Materials Wandzeichnungen realisieren, die zugleich zeichnerisch als auch objekthaft sind.

Wie bist du auf perfect ART BUYING aufmerksam geworden?
Der Zufall auf der Strasse spielt mir mein Arbeitsmaterial in die Hände - der Zufall lies mich perfect ART BUYING in den virtuellen Welten finden (in der
Online Kunstzeitschrift "Artlas").

Vielen Dank, Stephan (& an das Artlas-Team)!

Christiane Andree & Daniel Held
vom perfect ART BUYING-Team


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STEPHAN BRENN I OBJEKT-KÜNSTLER


1961               geboren in Heidelberg
1981-84          Ausbildung zum Kunstglaser an der Glasfachschule Rheinbach
seit 1984         Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
1986 - 1991     Styling, Performancekonzept, Eventmanagment bei „living media“, Köln
1991-1997       Mitbegründer der Veranstaltungsagentur „vista event“
1999               „gratisprobe“, Fundstückcollagen jeden Tages aus diesem Jahr
2001               „Kruzifix und Mausefalle“:  Ein Fundstückprojekt mit weltlichen Fundstücken
aus dem Kölner Dom, gesammelt über einen Zeitraum von einem Jahr, mit den
Kollegen Thomas Schneider und Martin Kätelhön
2002               „Kruzifix und Mausefalle“: Ausstellung im Studio Dumont , Köln 2002.
                      Publikation im Dumont Literatur und Kunstverlag
2004               Eröffnung des „museum für verwandte kunst“, Köln, mit Katrin Bergmann

Ausstellungen:
2004              „hirsch und heute“
2005              „hausaltäre“, „plaste und elaste“
2006              „große melodie“
2005              Schirmherr der 1. ministeckiade Köln



seit 2005    Ausstellungen – Drahtzeichnung / Projektionen
2005         Kunstwerk, Köln; „Ausgezeichnet“
2006         Galerie Lutz Rohs, Düren; „Schöne Aussicht“
2006         museum für verwandte kunst, Köln; „Lange Nacht der Kölner Museen“
2007         comme çi comme ça II, vitrine d‘art, Köln; „Verdichtung“
2007         reinraum e. V., Düsseldorf; „Drahtzeichnung“
2007         Schaufenster Julia Seidensticker, Köln; „Lichtspiel-Improvisationen“
2007         Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; 15 Jahre Museum für konkrete Kunst
2007         museum für verwandte kunst, Köln; Kunstmarkt
2007         artemiade, Köln; „Kunst in den Gärten“
2007         Galerie 68elf, Köln; „Schattenwelten“
2008         museum für verwandte kunst, Köln; „Zeichnung ohne Papier“
2008         blütenweiss im meinblau, Berlin; „ANONYME ZEICHNER N#8“
2008         luminale, Frankfurt; „Lichtlabor + Kritik“
2008         Raum für zeitgenössische Kunst, Zürich; „stephan brenn – drahtzeichnungen“
2008         nominiert für den 1.kiu Kunstpreis art 2.0, Köln
2008         60 Jahre Glasfachschule – 40 Jahre Glasmuseum, Rheinbach; Jubiläum
2008         Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln; „Welt am Draht“-Internationale Photoszene
2008         studio dumont, Köln; 10. artconnection
2008         contemporary art ruhr, Zeche Zollverein;Essen
2009         museum für verwandte kunst, Köln; „Mehr Licht“
2009         kommen sie nach hause 9, berlin
2009         Spichernhöfe, Köln; „der raum zwischen den ohren“
2009         La Seda, Köln; „Schaufensterprojektionen“
2009         kommen sie nach hause 9, berlin
2009         museum für verwandte kunst, Köln; „Danke, es geht uns glänzend“
2009         le bloc, Köln; Projektion auf das „franta“ Parkhaus
2009         Museum Schloß Burgk, Burgk/Saale; HirschArt
2009         Art Tel Aviv, Tel Aviv; „open endings“ - Bienale
2009         Kölner Musik Nacht, Köln; Projektionen in der Herz Jesu Kirche
2009         11.artconnection, Köln; Projektionen mit Beitrag auf einsfestival – einsweiter
2009         BBK offene Ateliers – Kulturbunker Mülheim, Köln; Lichtinstallation
2009         kommen sie nach hause 10, sao paulo
2009         Lange Nacht der Kölner Museen-Museum Schnütgen, Köln; Lichtinstallation
2009         Moltkerei Werkstatt, Köln; „open endings/Homonym“- Lichtinstallation,            
                Draht-Zeichnung
2010         passagen 2010, Köln; museum für verwandte kunst - Gebäudeillumination

Installation von Drahtzeichnungen in Privatsammlungen und im Museum für Konkrete Kunst,  
Ingolstadt.

Veröffentlichungen
2002         kruzefix und mausefalle, Dumont Literatur und Kunstverlag
2006         Gedichtband „43“, Bibliothek Belletristik, Quartheft 01, J. Frank Verlag, Berlin
2007         Stephan Brenn – Drahtzeichnung, Katalog
2008         Kunstadressbuch BBK, Köln
2008         art 2.0, Katalog
2008         60 Jahre Glasfachschule – 40 Jahre Glasmuseum in Rheinbach, Katalog
2008         19. Internationale Photoszene Köln, Katalog
2008         contemporary art ruhr, Katalog
2009         Art Tel Aviv, Katalog

Stephan Brenn lebt und arbeitet in Köln

Tel.:   0221 972 78 27
Mobil: 0177 162 8660

Internet: www.brenn-projects.com, www.stephan-brenn.de

E-Mail: stephanbrenn@web.de

Stell dich bitte kurz vor und erzähle uns etwas über deinen Werdegang.
Mein Name ist Stephan Brenn, geboren in Heidelberg und seit über 20 Jahren in Köln zu Hause.
Nach meiner Ausbildung zum Kunstglaser, habe ich mich einige Jahre mit Performances und Stylings beschäftigt, später dann Veranstaltungskonzepte geschrieben und realisiert.
Seit nunmehr 12 Jahren sind diverse Fundstückprojekte mein Thema. Die Initialzündung kam im Jahr 1999, indem ich unter dem Arbeitstitel Gratisprobe"99" jeden Tag des Jahres mit Fundstückcollagen dokumentiert habe. 2001 folgte dann ein Jahr lang ein Sammelprojekt der Hinterlassenschaften der Besucher im Kölner Dom, mit einer Veröffentlichung im Dumont Kunstbuchverlag 2002. 2004 dann die Gründung, mit Katrin Bergmann zusammen, des Museums für Verwandte Kunst - mit den Ausstellungen "hirsch und heute", "hausaltäre", "plaste und elaste" und "große melodie". Im Jahr 2005 entstanden die ersten Drahtzeichnungen mit gefundenem Drahtmaterial, später dann Projektionen mit Draht und Glas. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Die Entwicklung geht hin zur Gebäudeillumination.

 
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